Konto 2510 nimmt die abziehbare Vorsteuer aus Eingangsrechnungen mit dem Normalsteuersatz von 20 % auf — die satzspezifische Variante zur Vorsteuer. Wer seine Vorsteuer nach Steuersätzen trennt, bucht die 20-%-Beträge hierher, die 10-%-Beträge auf 2520 und die 13-%-Beträge auf 2530. In der Umsatzsteuervoranmeldung fließen alle Sätze gemeinsam in Kennzahl 060.
Einordnung: Kontenklasse 2 (Forderungen und Geldkonten) · Bilanz.
Wann buche ich auf dieses Konto?
- Bei Inlands-Eingangsrechnungen mit gesondert ausgewiesener Umsatzsteuer von 20 %, sofern die Rechnungsmerkmale des § 11 UStG erfüllt sind.
- Wenn die Vorsteuer bewusst nach Steuersätzen getrennt geführt wird (satzspezifische Konten statt Sammelkonto).
Vorsteuer zum ermäßigten Satz gehört auf 2520 (10 %) bzw. 2530 (13 %). Vorsteuer aus innergemeinschaftlichem Erwerb (2505) oder Reverse Charge (2506) wird getrennt geführt, weil sie in andere UVA-Kennzahlen läuft. Die geschuldete Ausgangs-Umsatzsteuer ist kein Vorsteuerposten, sondern eine Verbindlichkeit (3501).
Buchungssätze
| Soll | Haben | Betrag |
|---|---|---|
| 5010 Wareneinkauf 20% | 1.200,00 € | |
| 2510 Vorsteuer 20% | 240,00 € | |
| 3300 Verbindlichkeiten aus L+L | 1.440,00 € |
Der Nettoeinkauf geht auf das Wareneinkaufskonto, die ausgewiesene Umsatzsteuer als Vorsteuer auf 2510, die Bruttoschuld auf das Kreditorenkonto.
Steuerbezug
Steuercode: V20 · UVA-Kennzahl: 060. Die Vorsteuer aller Sätze — auch die 20 % auf 2510 — wird in der UVA in Kennzahl 060 zusammengefasst. Die Trennung nach Sätzen dient der internen Nachvollziehbarkeit, nicht einer eigenen Kennzahl.
Hinweis zur Nummerierung
Im Numeris-Kontenrahmen ist 2500 die Standard-Vorsteuer 20 % (Mapping ap.vat_input), die von der automatischen Belegverarbeitung angesprochen wird. 2510 ist die ausdrücklich satzbezeichnete Variante für 20 %. Wer die Vorsteuer durchgängig satzspezifisch führen möchte (2510/2520/2530), sollte die Kontenverwendung konsistent halten, um Doppelgleisigkeiten mit 2500 zu vermeiden.