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Konto 2800Bank (Standard)

Klasse 2 · Forderungen und GeldkontenAktivkontoZugänge im Soll, Abgänge im Haben

Konto 2800 ist das Standard-Bankkonto für den laufenden Zahlungsverkehr: Überweisungen an Lieferanten, Zahlungseingänge von Kunden, Lastschriften und Daueraufträge. Als Bankguthaben gehört es zum Umlaufvermögen und steht in Klasse 2 auf der Aktivseite. Es ist erfahrungsgemäß eines der meistbebuchten Konten im gesamten Kontenrahmen.

Einordnung: Kontenklasse 2 (Forderungen und Geldkonten) · Bilanz.

Wann buche ich auf dieses Konto?

  • Zahlungseingang eines Kunden — die Forderung aus L+L (2000) wird ausgeglichen.
  • Zahlungsausgang an einen Lieferanten — die Verbindlichkeit aus L+L (3300) wird getilgt.
  • Bankspesen und Kontoführungsgebühren werden getrennt auf 7800 gebucht, nicht gegen das Bankkonto saldiert.
  • Bargeldbehebungen und Einzahlungen laufen über das Geldtransitkonto 2770, um Doppelerfassungen zu vermeiden.

Barbewegungen gehören auf das Kassakonto 2300, nicht auf 2800. Ein zweites oder Fremdwährungs-Bankkonto wird im Numeris-Kontenrahmen als Nebenkonto 2700 geführt. Kreditrahmen bzw. ein überzogenes Konto sind wirtschaftlich eine Bankverbindlichkeit (3100) — bei dauerhaft negativem Saldo erfolgt zum Abschluss ein Ausweis auf der Passivseite.

Buchungssätze

Zahlungseingang eines Kunden, 1.200,00 €
SollHabenBetrag
2800 Bank (Standard)1.200,00 €
2000 Forderungen aus L+L1.200,00 €

Der Geldzugang mehrt das Bankkonto im Soll; im Gegenzug sinkt die offene Forderung.

Zahlungsausgang an einen Lieferanten, 540,00 €
SollHabenBetrag
3300 Verbindlichkeiten aus L+L540,00 €
2800 Bank (Standard)540,00 €

Die Zahlung tilgt die Verbindlichkeit; der Geldabgang mindert das Bankkonto im Haben.

Hinweis zur Nummerierung

Im klassischen österreichischen Einheitskontenrahmen liegen die Guthaben bei Kreditinstituten im Bereich 28xx — 2800 als Bankkonto entspricht damit dem Lehrbuch. Der Numeris-Kontenrahmen folgt dieser Systematik: 2800 ist das Standard-Bankkonto, 2700 das Nebenkonto, die Kassa liegt auf 2300. In manchen älteren Kontenplänen wird der Bereich 27xx für Kassa/Schecks verwendet — beim Vergleich lohnt daher ein Blick auf die konkrete Kontenbeschreibung.

Soll und Haben am Bankkonto

Das Bankkonto ist ein Aktivkonto: Zugänge stehen im Soll, Abgänge im Haben. Wer sich die Buchungsrichtung merken möchte, denkt an die Sicht des Unternehmens — jeder Euro, der auf dem Konto eingeht, erhöht das Guthaben und damit die Sollseite. Der Bankauszug der Bank zeigt die spiegelverkehrte Sicht (aus Sicht der Bank ist Ihr Guthaben deren Verbindlichkeit); die eigene Buchhaltung bleibt jedoch immer aus Unternehmenssicht geführt.

Einordnung im Umlaufvermögen

Bankguthaben sind kurzfristig verfügbare Zahlungsmittel und gehören damit zum Umlaufvermögen. In der Bilanzgliederung nach § 224 UGB erscheinen sie unter dem Posten „Kassenbestand, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten“. Ist das Konto zum Bilanzstichtag überzogen, kehrt sich die wirtschaftliche Betrachtung um: Der negative Saldo ist eine Verbindlichkeit gegenüber dem Kreditinstitut und wird auf der Passivseite ausgewiesen (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, 3100).

Geldtransit und Nebenkonten

Bewegungen zwischen Kassa und Bank — etwa eine Bareinzahlung auf das Bankkonto — werden über das Geldtransitkonto 2770 geführt. So wird vermieden, dass derselbe Betrag durch unterschiedliche Buchungszeitpunkte auf Auszug und Kassabuch doppelt erfasst wird. Ein zweites Geschäftskonto oder ein Fremdwährungskonto wird im Numeris-Kontenrahmen als Nebenkonto 2700 geführt; Kursdifferenzen bei Fremdwährungskonten laufen über die Konten 8230 (Kursgewinne) und 8280 (Kursverluste).

Häufige Fragen

Fachlich geprüft am 6.7.2026.

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