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UVA richtig erstellen: Der komplette Leitfaden für Österreich

UVAUmsatzsteuerFinanzamtFinanzOnline

Was ist die UVA?

Die Umsatzsteuervoranmeldung (UVA) ist eine regelmäßige Meldung an das Finanzamt, in der du die Umsatzsteuer (USt) und Vorsteuer (VSt) eines bestimmten Zeitraums deklarierst. Die Differenz – die sogenannte Zahllast – musst du an das Finanzamt abführen.

Wer muss eine UVA abgeben?

Grundsätzlich muss jeder Unternehmer in Österreich, der umsatzsteuerpflichtige Leistungen erbringt, eine UVA abgeben. Es gibt Ausnahmen:

  • Kleinunternehmerregelung: Bei einem Nettojahresumsatz unter €55.000 (Gesamtumsatz, Stand 2025 — BGBl. I Nr. 113/2024) besteht grundsätzlich eine USt-Befreiung. Die genauen Voraussetzungen und Grenzen sollten im Einzelfall mit dem Steuerberater geprüft werden.
  • Unechte Befreiungen: Bestimmte Branchen (z.B. Ärzte, Versicherungen) sind unecht befreit.

Fristen und Abgabezeitraum

Umsatz (Vorjahr)ZeitraumFrist
> €100.000Monatlich15. des zweitfolgenden Monats
≤ €100.000Quartalsweise15. des zweitfolgenden Monats
≤ €55.000 (Kleinunternehmer)Keine UVANur Jahreserklärung

Beispiel: Die UVA für Jänner 2026 ist bis 15. März 2026 fällig.

Die wichtigsten Kennzahlen

Umsatzsteuer (KZ 000–022)

  • KZ 000: Gesamtbetrag der Lieferungen und Leistungen (20%)
  • KZ 001: Gesamtbetrag der Lieferungen und Leistungen (10%)
  • KZ 006: Gesamtbetrag der Lieferungen und Leistungen (13%)

Vorsteuer (KZ 060–066)

  • KZ 060: Gesamtbetrag der Vorsteuern
  • KZ 065: Vorsteuern aus innergemeinschaftlichen Erwerben
  • KZ 066: Vorsteuerberichtigungen

Zahllast

  • KZ 095: Vorauszahlung (Zahllast)

Tipp: Numeris berechnet alle UVA-Kennzahlen automatisch auf Basis deiner Buchungen. Du siehst jederzeit den aktuellen Stand.

Häufige Fehler bei der UVA

1. Falsche USt-Codes

Der häufigste Fehler: Die falsche Steuerklasse zuordnen. V20 statt V10, oder igE (innergemeinschaftlicher Erwerb) vergessen.

2. Rechnungsdatum vs. Leistungsdatum

Das Leistungsdatum ist entscheidend, nicht das Rechnungsdatum. Eine Rechnung vom Dezember für eine Leistung im November gehört in die November-UVA.

3. Reverse Charge vergessen

Bei Leistungen aus dem EU-Ausland muss der Reverse-Charge-Mechanismus angewendet werden. Das bedeutet: Du musst die USt selbst berechnen und abführen.

4. UID-Nummer nicht geprüft

Bei innergemeinschaftlichen Geschäften ist die UID-Prüfung Pflicht. Ohne gültige UID des Geschäftspartners gibt es keinen Vorsteuerabzug.

UVA mit Numeris

Numeris automatisiert die UVA-Vorbereitung:

  1. Automatische Berechnung aller Kennzahlen auf Basis der gebuchten Belege
  2. Plausibilitätsprüfung vor Einreichung (stimmen die Summen?)
  3. USt-Code-Validierung bei jeder Buchung
  4. UID-Prüfung über VIES in Echtzeit
  5. FinanzOnline-Export als XML-Datei

So reduzierst du Fehler und sparst Zeit bei jeder Voranmeldung.

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