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Buchhaltungssoftware für Österreich: Was du wirklich brauchst

BuchhaltungssoftwareÖsterreichÖKRUGB

Warum internationale Software oft nicht reicht

Viele beliebte Buchhaltungsprogramme kommen aus Deutschland, den USA oder Skandinavien. Sie funktionieren – aber nicht optimal für österreichische Unternehmen. Der Grund: Österreich hat eigene Regeln.

Österreichische Besonderheiten

1. Österreichischer Kontenrahmen (ÖKR)

Während Deutschland mit SKR 03 und SKR 04 arbeitet, verwendet Österreich den Einheitskontenrahmen (ÖKR). Die Kontonummern, die Struktur und die Zuordnungen sind unterschiedlich. Eine Software, die nur SKR kennt, ist für Österreich unbrauchbar.

2. UGB vs. HGB

Das österreichische Unternehmensgesetzbuch (UGB) hat andere Bilanzierungsregeln als das deutsche HGB. Unterschiede gibt es bei:

  • Bewertungsvorschriften
  • Anhangangaben
  • Größenklassen für die Offenlegungspflicht

3. Umsatzsteuer-Besonderheiten

  • Steuersätze: 20% (Normal), 10% (ermäßigt), 13% (Sondersatz)
  • UVA-Kennzahlen nach österreichischem Schema
  • FinanzOnline als Einreichungsplattform
  • Innergemeinschaftliche Erwerbe mit eigenen Codes

4. UID-Nummer Format

Österreichische UID-Nummern beginnen mit ATU gefolgt von 8 Ziffern. Die Validierung muss das österreichische Format unterstützen.

Must-Have-Features

Eine Buchhaltungssoftware für Österreich sollte mindestens bieten:

  • ÖKR-konformer Kontenrahmen
  • Alle USt-Codes (V20, V10, V13, V00, IGE, RC)
  • UVA-Vorbereitung mit österreichischen Kennzahlen
  • FinanzOnline-kompatibler Export
  • UID-Validierung (ATU-Format + VIES)
  • UGB-konforme Berichte (Bilanz, GuV)
  • BMD/RZL-Export für die Übergabe an den Steuerberater

Nice-to-Have-Features

  • Automatische Belegerfassung (OCR + KI)
  • Bank-Import (MT940 von österreichischen Banken)
  • Agent/Chatbot für Buchungsfragen
  • Anlagenbuchhaltung mit AfA-Berechnung
  • E-Rechnung (Peppol-Standard)

Datenschutz: DSGVO ist Pflicht

Für österreichische Unternehmen gilt die DSGVO besonders streng. Die Software muss:

  • Daten in der EU speichern (idealerweise in Österreich)
  • Auftragsverarbeitervertrag (AVV) anbieten
  • Löschkonzept nach den gesetzlichen Aufbewahrungsfristen (7 Jahre BAO)
  • Zugriffskontrolle mit Rollen und Berechtigungen

Fazit

Die Wahl der richtigen Buchhaltungssoftware ist für österreichische Unternehmen keine Nebensache. Internationale Lösungen mögen günstig sein, sparen aber am falschen Ende, wenn sie die österreichischen Besonderheiten nicht abdecken.

Numeris wurde von Grund auf für den österreichischen Markt entwickelt: ÖKR, UGB, UVA, FinanzOnline – alles nativ unterstützt.

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